Leiter Elektrokonstruktion
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Leiter Elektrokonstruktion führt die interne elektrotechnische Konstruktions- und Dokumentationsorganisation des Betreibers. Er sorgt dafür, dass Stromlaufpläne, Anschlussunterlagen, Gerätedaten und zugehörige Auswertungen einheitlich aufgebaut und für die vorgesehenen Betriebsaufgaben verwendbar sind. Grundlage ist ein verbindlicher Standard für die rechnergestützte Elektrokonstruktion, englisch Computer Aided Engineering. Die Funktion ist einer technischen Leitung oder der internen Anlagenplanung zugeordnet. Anlagenumfang, Berichtslinie, fachliche Führung, gegebenenfalls Personalverantwortung und Budgetbefugnisse werden ausdrücklich festgelegt. Die Leitung verbindet technische Anforderungen mit bearbeitbaren Unterlagen und einem geordneten Änderungsprozess; sie übernimmt nicht allein aufgrund ihrer Bezeichnung die gesamte elektrische Betriebsverantwortung.
Eine eigene Leitungsstelle ist insbesondere bei mehreren Bearbeitern, umfangreichen Anlagenbeständen oder wiederkehrenden Umbauprojekten zweckmäßig. Bei kleinerem Umfang können die Aufgaben einer bestehenden, ausreichend qualifizierten technischen Führungskraft übertragen werden. Sind Konstruktion und Dokumentation fremdvergeben, organisiert der Betreiber weiterhin Anforderungen, Gegenprüfung und Ergebnisannahme. Die externe Konstruktionsleitung ersetzt diese Aufgaben nicht. Allgemeine Gebäudezeichnung, räumliche Gebäudemodellierung, Steuerungsprogrammierung und laufende Elektroinstandhaltung erhalten eigene Zuständigkeiten. Die hier geführte Organisation konzentriert sich auf die elektrotechnischen Konstruktionsinformationen und deren verlässliche Nutzung im Betrieb.
