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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Artikeldaten, Ersatzteilinformationen und Obsoleszenz im CAE standardisieren

Facility Management: CAE » Leistungen » Artikelstammdaten

Technische Produktinformationen für Planung und Betrieb nutzbar machen

CAE-Projekte enthalten neben der grafischen Schaltung eine Vielzahl von Produkt- und Betriebsmittelinformationen. Sind Hersteller, Artikelnummern, technische Eigenschaften oder Ersatzteilhinweise unvollständig, können Stücklisten und Auswertungen nur eingeschränkt genutzt werden. Ein standardisiertes Artikelstammdatenmanagement verbindet Planung, Beschaffung, Lagerhaltung, Instandhaltung und Obsoleszenzmanagement.

Artikeldaten und Ersatzteile im CAE standardisieren

Verbindliche Informationen für jeden Artikel definieren

Für jedes Betriebsmittel sind mindestens Hersteller, eindeutige Artikelnummer, Typenbezeichnung, Produktgruppe und wesentliche technische Kenngrößen zu hinterlegen. Je nach Produkt kommen Anschlussdaten, Abmessungen, Verlustleistung, Schutzart, Zertifikate, Makros und Verweise auf Datenblätter hinzu. Pflichtfelder werden nach Artikelklasse differenziert. Ein Kabel benötigt andere Merkmale als ein Schutzgerät, Sensor oder Frequenzumrichter. Unvollständige Datensätze dürfen nicht ohne dokumentierte Ausnahme in freigegebenen Projekten verwendet werden.

Zentrale Artikelverwaltung statt lokaler Kopien

Neue Artikel werden über einen geregelten Antrag angelegt, geprüft und freigegeben. Projektbearbeiter sollten keine parallelen lokalen Datensätze mit abweichenden Schreibweisen erzeugen. Die zentrale Stelle kontrolliert Dubletten, Herstellerbezeichnungen, Klassifikation und technische Plausibilität. Projektbezogene Sonderartikel werden gekennzeichnet und nach Projektende bewertet. Änderungen an bestehenden Stammdaten dürfen freigegebene Altprojekte nicht unkontrolliert verändern. Daher sind zentrale Datenpflege und projektbezogene Datenstände klar voneinander zu unterscheiden.

Datenbereich

Beispiel

Nutzung im Betrieb

Qualitätsanforderung

Identifikation

Hersteller und Artikelnummer

Beschaffung und Ersatzteilbestellung

Eindeutig und vollständig

Technische Merkmale

Spannung, Strom, Leistung

Planung und Austauschprüfung

Einheitliche Werte und Einheiten

Geometrie

Abmessungen und Einbauform

Schaltschrank- und Platzplanung

Herstellergeprüfte Daten

Dokumente

Datenblatt und Anleitung

Wartung und Störungsbehebung

Gültige Verknüpfung

Lebenszyklus

Lieferstatus und Ersatzartikel

Obsoleszenzmanagement

Regelmäßige Aktualisierung

Produktdaten standardisiert beschreiben

Klassifikationssysteme erleichtern die einheitliche Beschreibung technischer Produkte über Hersteller- und Systemgrenzen hinweg. ETIM stellt ein internationales Klassifikationsmodell für technische Produkte mit Produktklassen, Merkmalen, Werten und Einheiten bereit. ECLASS ist als branchenübergreifender Standard für Produkt- und Dienstleistungsstammdaten ausgelegt. Welches Modell genutzt wird, richtet sich nach Unternehmenssystemen, Lieferkette und Datenbedarf. Entscheidend ist eine verbindliche Zuordnung statt mehrerer konkurrierender Klassifikationen.

Ersatzteile und Abkündigungen frühzeitig berücksichtigen

Artikelstammdaten sollten nicht mit der Projektabnahme enden. Lieferstatus, Herstellerabkündigungen, kompatible Nachfolgeprodukte und betriebliche Standardartikel sind regelmäßig zu pflegen. Bei sicherheits- oder produktionskritischen Komponenten wird bewertet, ob Ersatzteile bevorratet oder Modernisierungsmaßnahmen geplant werden müssen. Ein Ersatzartikel darf nur dann hinterlegt werden, wenn technische Funktion, Einbauverhältnisse, Zulassungen und Parametrierung geprüft wurden. Dadurch unterstützt das CAE-System nicht nur die Planung, sondern auch die langfristige Anlagenverfügbarkeit.

CAE, ERP und CAFM mit kontrollierten Daten versorgen

Artikel- und Betriebsmitteldaten können über definierte Schnittstellen an ERP, Lagerverwaltung und CAFM übergeben werden. Herstellerportale wie das EPLAN Data Portal stellen Artikeldaten in einem CAE-nahen Format bereit, entbinden den Betreiber jedoch nicht von der eigenen Prüfung und Freigabe. Für jede Schnittstelle sind führende Felder, Aktualisierungsrichtung und Fehlerbehandlung festzulegen. Qualitätskennzahlen können fehlende Pflichtfelder, Dubletten, nicht freigegebene Artikel und veraltete Lieferstatus auswerten.