Zum Inhalt springen

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

CAE-Standardisierung in der Elektrotechnik: Auftraggeber- und Betreiberpflichten

Facility Management: CAE » Strategie » Betreiberverantwortung

CAE und CAE-Standardisierung in der Elektrotechnik

CAE und CAE-Standardisierung in der Elektrotechnik

CAE (Computer-Aided Engineering) ist ein unverzichtbares Werkzeug in der Elektrotechnik, insbesondere für die Planung, Simulation und Dokumentation elektrischer Anlagen. Die Standardisierung von CAE-Prozessen und -Datenformaten spielt eine zentrale Rolle, um Effizienz, Genauigkeit und Compliance zu gewährleisten. CAE und die Standardisierung in der Elektrotechnik spielen eine entscheidende Rolle für Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Auftraggeber sind gefordert, klare Standards zu definieren und deren Einhaltung zu überwachen, während Betreiber die Qualitätssicherung und Nutzung der Daten sicherstellen müssen. Durch die Einhaltung rechtlicher und normativer Vorgaben sowie die Integration moderner Technologien können CAE-Systeme nicht nur die Betriebsprozesse optimieren, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit langfristig fördern.

Definition von Standards und Anforderungen

  • Definition: Auftraggeber tragen die Verantwortung, klare Standards für die Nutzung von CAE-Systemen und die Erstellung technischer Dokumentationen zu definieren.

  • Pflichten: Festlegung von Standards für Schaltpläne, Symbolbibliotheken und Layouts gemäß DIN EN 61082 (Dokumentation elektrischer Anlagen).

  • Definition von Datenstrukturen und Kennzeichnungssystemen gemäß DIN EN 81346 (Strukturierung von Systemen und Anlagen).

  • Vorgabe interoperabler Dateiformate wie DXF, DWG oder IEC 61360, die den Anforderungen der DIN EN ISO 16739 (IFC für Datenaustausch) entsprechen, um eine einheitliche Datenkommunikation sicherzustellen.

  • Rechtliche Grundlagen:

  • VOB/B: Regelungen zur Dokumentation bei Bauleistungen.

  • DIN EN 61082: Anforderungen an die Dokumentation elektrischer Anlagen.

Erstellung eines Lastenhefts für CAE-Standards

  • Definition: Auftraggeber müssen ein Lastenheft erstellen, das alle Anforderungen an CAE-Standards und den Datenaustausch spezifiziert.

  • Pflichten: Präzisierung der Anforderungen an Schaltpläne, Kabelbelegungen und Stücklisten.

  • Festlegung von Prozessen zur Datenbereitstellung gemäß IEC 62424 (Darstellung von Prozessanlagen).

  • Sicherstellung der Einhaltung von Datenschutzanforderungen gemäß DSGVO.

  • Rechtliche Grundlagen:

  • DIN EN ISO 19650: Anforderungen an die Informationsorganisation.

  • DSGVO: Datenschutzanforderungen.

Interoperabilität und Datenaustausch

  • Definition: Auftraggeber müssen sicherstellen, dass die erzeugten CAE-Daten interoperabel und plattformunabhängig sind.

  • Pflichten: Nutzung standardisierter Austauschformate wie IEC 61690 (Datenaustausch in der Elektrotechnik).

  • Sicherstellung der Schnittstellenkompatibilität zwischen CAE-Systemen und anderen Softwarelösungen wie ERP- und PLM-Systemen gemäß den Vorgaben der DIN EN ISO 23386 (Datenmodelle für digitale Bauwerksdokumentation).

  • Prüfung der Einhaltung von Standards für den Datenaustausch.

  • Rechtliche Grundlagen:

  • IEC 61690: Austauschformate für CAE-Daten.

  • VOB/B: Vertragsbedingungen für Bauleistungen.

Qualitätssicherung und Überprüfung

  • Definition: Auftraggeber sind verpflichtet, die Einhaltung der CAE-Standards durch regelmäßige Überprüfungen sicherzustellen.

  • Pflichten: Durchführung von Audits zur Sicherstellung der Datenqualität gemäß DIN EN ISO 9001 und den Anforderungen der DIN EN ISO 19650, um eine vollständige Nachvollziehbarkeit und Compliance zu gewährleisten.

  • Implementierung von Prozessen zur Validierung technischer Dokumentationen gemäß DIN EN 60204-1 (Sicherheit von Maschinen).

  • Berücksichtigung der Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit und Qualitätssicherung gemäß DIN EN ISO 9001.

  • Rechtliche Grundlagen:

  • DIN EN ISO 9001: Qualitätsmanagement.

  • DIN EN 60204-1: Sicherheit von Maschinen.

Datenpflege und Aktualisierung

  • Definition: Betreiber sind für die Aktualität und Konsistenz der CAE-Daten verantwortlich.

  • Pflichten: Aktualisierung von Schaltplänen bei Änderungen an Anlagen.

  • Sicherstellung der Konsistenz zwischen CAE-Daten und den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort.

  • Regelmäßige Datenprüfungen gemäß DIN EN ISO 41001 (Managementsysteme für Facility Management) und DIN EN ISO 19650, um sicherzustellen, dass die Datenqualität den aktuellen Anforderungen an die Informationsorganisation entspricht.

  • Rechtliche Grundlagen:

  • BetrSichV: Anforderungen an die Dokumentation sicherheitsrelevanter Anlagen.

  • DIN EN ISO 41001: Anforderungen an das FM-Datenmanagement.

Nutzung von CAE-Daten im Betrieb

  • Definition: Betreiber müssen CAE-Daten effektiv zur Unterstützung des Anlagenbetriebs und der Instandhaltung nutzen.

  • Pflichten: Verwendung der CAE-Daten für die Planung und Durchführung von Wartungsmaßnahmen gemäß DIN EN 13306 (Instandhaltungsmanagement).

  • Integration der CAE-Daten in CAFM-Systeme zur Prozessoptimierung unter Berücksichtigung der Vorgaben der DIN EN ISO 41012 (Leitlinien für FM-Dienstleistungen) und der DSGVO für eine datenschutzkonforme Nutzung.

  • Sicherstellung der Einhaltung von Datenschutzanforderungen gemäß DSGVO.

  • Rechtliche Grundlagen:

  • DSGVO: Datenschutz bei der Nutzung von digitalen Daten.

  • DIN EN 13306: Grundlagen des Instandhaltungsmanagements.

Sicherstellung der Datenqualität

  • Definition: Betreiber müssen die Qualität und Aktualität der CAE-Daten gewährleisten.

  • Pflichten: Durchführung regelmäßiger Validierungen der Datenqualität.

  • Nutzung von Tools zur Sicherstellung der Einhaltung von CAE-Standards gemäß den Vorgaben der DIN EN 81346 und der DIN EN 61082, insbesondere durch automatisierte Prüfmechanismen zur Validierung der Datenstruktur.

  • Sicherstellung der Einhaltung von Normen wie DIN EN 81346 und DIN EN 61082.

  • Rechtliche Grundlagen:

  • DIN EN 81346: Strukturierung von Systemen und Anlagen.

  • DIN EN 61082: Dokumentationsregeln für elektrische Anlagen.

Stärken (Strengths):

  • Effizienzsteigerung: Reduktion von Fehlern und Zeitaufwand durch standardisierte Prozesse.

  • Datenverfügbarkeit: Einheitliche Datenformate erleichtern den Zugriff und die Weiterverarbeitung.

  • Rechtssicherheit: Unterstützung bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie BetrSichV und DSGVO.

  • Nachhaltigkeit: Optimierte Planung und Ressourcennutzung durch hochwertige Daten.

Schwächen (Weaknesses):

  • Kosten: Hohe Investitionen in Software, Schulung und Infrastruktur.

  • Komplexität: Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal und klaren Prozessen.

  • Abhängigkeit: Bindung an spezifische Softwarelösungen und Anbieter.

Chancen (Opportunities):

  • Technologische Innovation: Integration von IoT und KI zur Optimierung von Anlagen und Prozessen.

  • Nachhaltigkeit: Förderung energieeffizienter Lösungen durch optimierte Planung.

  • Marktvorteile: Höhere Effizienz und Compliance stärken die Wettbewerbsfähigkeit.

Risiken (Threats):

  • Regulatorische Änderungen: Anpassungsbedarf bei neuen gesetzlichen Vorgaben.

  • Datenverluste: Risiken durch unzureichende Datensicherungsmaßnahmen.

  • Marktabhängigkeit: Schwierigkeiten bei der Integration von Drittanbieter-Lösungen.

FM-Beratungs- & Ingenieurleistungen: Wir machen Gebäude leistungsfähiger © 2003-2025. FM-Connect.com Network GmbH / Lösungen & Networking im Facility Management